Rezension

„YORSCH und der König des Waldes“
von Christoph Schellenberg
Schelly - Verlag Schlüchtern

Ein kleiner Junge, der einem sprechenden Uhu das Leben rettet. So beginnt das Märchen von Christoph Schellenberg. Im Folgenden gewährt der Vogel dem Jungen drei Wünsche. Junge und Uhu freunden sich an. Mit von der Partie ist ein kleiner Wichtel, der Winzig heißt. Zu dritt werden sie eine Art Team. Um auszutesten, ob das mit dem Wünschen auch wirklich funktioniert, möchte Yorsch ein Messer haben. Sofort liegt ein glänzendes Exemplar des Gewünschten vor seinen Augen. Als die Eltern des kleinen Yorsch in die ferne Stadt laufen, um auf den Markt zu gehen, besucht der Junge seinen gefiederten Waldfreund. Dieser ist allerdings nicht auffindbar. Unüberlegt spricht Yorsch seinen zweiten Wunsch aus: nun kann er die Sprache der Spatzen. Aber auch sie können dem Jungen nicht weiterhelfen und so kehrt er unverrichteter Dinge wieder auf den elterlichen Hof zurück. Was er da vorfindet, schockiert ihn zutiefst: Alles ist verwüstet, Ziege Luise und Kuh Berta sind gestohlen. Yorsch ist verzweifelt. Da kommt sein kleiner Freund Winzig zu ihm. Um seinen dritten Wunsch nicht zu verschwenden, will Yorsch versuchen, mit Winzigs Hilfe auf andere Art und Weise wieder an die Tiere zu kommen. Nun kommt auch der Uhu (mit Namen Ustral) zu Hilfe. Der weiß, wo der längst fortgezogene Herzog einst einen Schatz versteckte. Er zeichnet eine Karte, die die drei für Yorschs Eltern mit einem Brief zurücklassen, in dem steht, dass der Hof überfallen wurde und der kleine Junge nun auf dem Weg in die Stadt sei. Die folgende Nacht ist sehr aufregend für Yorsch: Er schläft in einer Kammer der alten Burgruine mitten im Wald, nahe des Lagers seiner Freunde. Als die Eltern am nächsten Morgen den Schatz ausgraben, machen sie sich auf in die Stadt, um einzukaufen und ihren Jungen zu finden. Durch Zusammenarbeit von Uhu, Wichtel, Spatzen und durch Yorsch wendet sich schließlich alles zum Guten. Der Dieb wird enttarnt, Kuh und Ziege zu ihren rechtmäßigen Besitzern gebracht und die Familie wieder vereint.

Christoph Schellenberg verzaubert mit seinem Märchen „YORSCH und der König des Waldes“ nicht nur Kinderherzen. Die genauen Beschreibungen der Orte des Geschehens (Beispiel: die Ruine der Burg Schellse), sowie der lebhafte Schreibstil des Autors versetzen den Leser direkt ins Geschehen. Man fiebert mit dem kleinen Yorsch, bangt mit den Eltern um den Sohn und hofft für die Ziege Luise, dass sie zur richtigen Person läuft. Nach der anfänglichen Erzählung wird die Handlung aus zwei Perspektiven geschildert, an deren Ende sie zusammenläuft. Dadurch erkennt man Geschehnisse wieder, man denkt sich „Ach, so kam es zu dem glücklichen Ausgang“ und ähnliches. Man denkt mit. Auch kleinere Kinder genießen die Geschichte nicht nur als ein Märchen, sondern sind stolz, wenn sie im zweiten Handlungsstrang bereits vorhersagen können, wie es zu bestimmten Ereignissen kam.

Endlich ein Märchen zum Mitdenken. Nicht einfach gestrickt, wie zum Beispiel „Rotkäppchen und der Wolf“, wo nur drei Personen auftauchen, sondern phantasievoll und Gedanken anregend ist „YORSCH und der König des Waldes“ eine Entführung in die Geschichte eines kleinen tierlieben Jungen, der das Abenteuer seines Lebens erlebt.

Mir gefällt „YORSCH und der König des Waldes“ sehr gut. Es lässt sich einfach lesen ohne banal zu sein, regt zum Denken an ohne zu überfordern. Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen.

Anna-Katharina Kornrumpf, 17 Jahre

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